Die Europameisterschaft in Russland


Am 2. Und 3. Juni fanden die Europameisterschaften im Kyokushin-Karate statt. Viele Athleten hatten eine weite Anreise bis ins russische Kasan auf sich genommen, um sich zu messen und die besten Kämpfer aus ihrer Mitte zu finden.

Auch die Deutsche Kyokushin Karate Vereinigung nahm mit zwei Kämpfern teil. Sensei Shehab erreichte in seiner Gruppe das Finale. Nach spannenden Kämpfen errang er den 3. Platz. Unser Sensei wurde nicht nur mit einem Pokal sondern auch mit einem Diplom geehrt. Beides erhielt er aus den Händen Kaicho Toru Tezukas.

Auch Karen Haak war mit nach Russland gereist. Obwohl sie erst seit sechs Monaten Kyokushin Karate trainiert, lieferte sie sich einen packenden Kampf mit der russischen Teilnehmerin in ihrer Gewichtsklasse. Am Ende reichten Mut und Kampfgeist der 20jährigen Deutschen nicht für einen Sieg: Karen verlor in der ersten Runde Verlängerung nach Punkten.

Die Reise nach Russland hat sich aber sowohl für Sensei als auch Kohai gelohnt. Schließlich spielt im Karate nicht der Kampf die größte Rolle. Am Rande des Turniers kam es zu vielen Begegnungen mit Kämpfern aus den verschiedenen Ländern Europas. So war nicht nur die Europameisterschaft an sich, sondern auch die anschließende Sayonaraparty ein voller Erfolg. Dazu eingeladen hatten die russischen Karateka. Sie hatten auch die aufwendige Organisation der Meisterschaft übernommen. Obwohl die Vorbereitungen nicht immer glatt liefen, gerade bei der Beschaffung der Visa gab es viele Hindernisse zu überwinden, fand das Turnier ohne Störungen statt. Das war nur durch die harte Arbeit von Shihan Boris Belov und seiner vielen Helfer möglich gewesen.

Für den russischen Shihan gab es während des Turniers eine ganz besondere Überraschung: Ihm wurde der sechste Dan verliehen. Toru Tezuka wurde mit dem neunten Dan geehrt und auch Shihan Alain Breugelman durfte sich über einen weiteren Dan freuen. Er trägt jetzt den siebten Dan.

Karen Haak